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Planarien
Teil I : Plattwürmer, Strudelwürmer, Scheibenwürmer
Text: Reiner Maschmann

Zur Gattung der Plattwürmer gehöhren
Planarien (Scheibenwürmer)
Borstenwürmer (Annelida)
Ruderflußkrebse (Copepoda) und Milben.

Die Planarien: Wissenschaftliche Ergebnisse der Baikalsee-Expedition (Farbtafel von Korotnev)

Seit dem 18. Jahrhundert ist bekannt, dass Planarien, wenn man sie halbiert oder in kleinere Teile zerschneidet, wieder vollständig, also aus jedem Stück, regenerieren können.
Bereits vor etwa 100 Jahren wurde vermutet, daß ein Gradient von Substanzen die Ursache ist. Allerdings konnten derartige Substanzen nicht nachgewiesen werden - auch heute sind diese Fragen noch offen.

Planarien sind lange, flache, gallertartige Tiere, meist dunkel (schwarz, grau, braun) oder grau -weiß gefärbt.
Der Körper der Planarien ist hinten zugespitzt, vorne erkennt man den Kopfteil. In ihrem Körper sind viele längliche Sekretkörper (Rhabditen) eingelagert, die ausgestoßen werden können und im Wasser schleimig aufquellen. Sie dienen als Angriffs- und Verteidigungswaffen und zur Einhüllung der Beutetiere mit Schleim.




Der Darm ist in 3 Äste gegabelt, die zum Teil auch sich miteinander vereinigende Seitenzweige besitzen. Siehe auch Aufbau der Planarie.
Kleine Nahrungsobjekte werden im ganzen verschlungen. Größere Nahrungsobjekte werden durch Enzyme teilweise aufgelöst und so verflüssigt aufgesaugt. Außerdem können die Scheibenwürmer kleine in der Haut lokalisierte Stäbchen (Rhabdoide) gegen die Beute oder gegen den Feind abschießen und diese damit verkleben. Der so hinterlassene Schleim schützt sie gleichzeitig vor Feinden. Kleine Krebse fliehen vor ihnen und größere Tiere greifen sie nicht an. Echte Nesselkapseln kommen auch in ihrer Haut vor, stammen aber von gefressenen Polypen. Die Kapseln werden nicht verdaut, sondern wandern durch die Darmwand in die Außenhaut und dienen hier dem gleichen Zweck wie bei ihren ursprünglichen Besitzern. Planarien können bis zu einem Jahr hungern und "schmelzen" dabei nicht lebenswichtige Organe ein. Sie sind Zwitter mit komplizierten Geschlechtsorganen und legen Eier, aus denen ohne Larvenstadium fertige Jungtiere schlüpfen.
Planarien an der Scheibe Sie ernähren sich hauptsächlich von lebenden und toten Tieren. Die Nahrung wird durch Geruchsorgane (Flimmergruben) aufgespürt und mit dem Schleim der Rhabditen eingehüllt. Ein sonst versteckter Rüssel stößt mehrmals vor und läßt Verdauungssekrete austreten. Die daraufhin fast aufgelösten Gewebe der Beute werden schließlich aufgesaugt.
Planarien sind Zwitter. Bei der Paarung tritt jedes Tier sowohl als Männchen als auch als Weibchen auf. Planarien sind Hermaphroditen, eine sexuelle Fortpflanzung tritt selten, wenn überhaupt, als interne Befruchtung auf.
Die Eier werden zu Kokons vereinigt abgelegt. Aus den Eiern schlüpfen sofort die fertigen Planarien, es treten also keine Zwischenstadien auf.
Die Regeneration beginnt relativ schnell,
bei 22-24°C ist das Blastem nach etwa 1-2 Tagen schwach,
nach 3-4 Tagen deutlich sichtbar, da es nicht pigmentiert ist.
Nach 4-6 Tagen sind differenzierte Strukturen sichtbar,
die vollständige Regeneration ist nach etwa 2-3 Wochen abgeschlossen.
Planarien leben am liebsten in kühlerem, bewegtem Wasser (Quellen, Bäche, Brandungszone der Seen). Sie sind sehr lichtscheu und befinden sich daher immer auf der vom Licht abgewandten Seite, unter Steinen, Blättern oder Holzstücken und mit Vorliebe im Kies

.

Auftreten des Problems:
Solange es nur wenige sind, verursachen sie kaum Schäden, selbst wenn sie in großer Anzahl auftreten, sehen sie eher "häßlich" aus.
Meist werden sie mit Lebendfutter (Artemia) oder Pflanzen ins Becken eingeschleppt. Jedoch können sie auch beim Wasserwechsel, mit Wasser aus der Regentonne, und durch organisch belastetem Wasser ins Becken gelangen.

Aus einer Versuchsanordnung zur Vermehrung:
Planarien reagieren sehr empfindlich auf den Chlorgehalt des Leitungswassers.
Die Fütterung wird normalerweise einmal wöchentlich mit Leber oder Eiweiß durchgeführt.
Wenn die Zahl der Tiere erhöht werden soll, wird zweimal wöchentlich gefüttert. Futter sollte nach 2-3 Stunden wieder entfernt werden, um Verschmutzungen zu vermeiden.

Was bedeutet dieses in unserem Aquarium ?
wenden wir das Gegenteil an - Chlorhaltiges Wasser - kein Lebendfutter -
so müßten die Viecher aus dem Becken zubekommen sein?
Über die Dosierung möchte ich mich nicht auslassen, denn - Chlor - schadet den Fischen und Pflanzen.

siehe auch Teil II die Bekämpfung im Aquarium

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